Warum träumen wir eigentlich?


Teil -2- von Tom Ubon

Die verschiedenen Arten von Träumen

Die Welt der Träume ist ein eigenartiger aber faszinierender Ort! Es gibt unterschiedlichste Arten von Träumen. Wir wollen hier auf diese eingehen.

Tagträume

Studien zufolge hat der Durchschnittsmensch täglich während 70 – 120 Minuten Tagträume. Diese werden als eine Stufe zwischen Wachheit und Schlaf gewertet. Wenn wir wach sind, uns unsere Vorstellungskraft aber entführt, haben wir uns in einem Tagtraum verloren. Unsere Gedanken wandern umher und unsere Konzentration fällt ab. Wir befinden und ganz in unserer vorgestellten Szenerie und Fantasie.

Luzide Träume

Luzide Träume sind Träume, in denen man realisiert, dass man träumt. „Moment, dies ist nur ein Traum!“ Sagen sich die meisten, wenn sie sich in einem luziden Traum wiederfinden. Dann wachen sie auf. Andere haben die Fähigkeit des luziden Träumens jedoch bewusst entwickelt und ausgebaut. So können sie aktiv in ihren eigenen Träumen teilnehmen, Entscheidungen treffen und die Handlung beeinflussen ohne dabei aufzuwachen. 

Albträume

Ein Albtraum ist ein böser Traum, der dazu führt, dass der Träumende verstört, voller Angst und nicht selten schweißgebadet aufwacht. 

Albträume können entstehen, wenn wir eine bestimmte Lebenssituation nicht akzeptieren. Die Forschung zeigt, dass die meisten Menschen, welche regelmäßig Albträume haben, auf eine schwierige Familiengeschichte mit psychischen Problemen, Drogenproblemen, zerrütteten Beziehungen oder sogar Familienmitgliedern die Selbstmorde begingen, zurückblicken. 

Sie können auch die Folge von einem Trauma sein. Beispielsweise einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS). Wiederkehrende Albträume, die nach einem Trauma auftreten enthalten oft Symbolik, die das ursprüngliche Trauma widerspiegelt. 

Traumatische Albträume sollten psychologisch behandelt werden. Es ist nicht ausreichend, zu wissen, weshalb der Traum immer wiederkehrt und was er bedeutet. Ein traumatisches Ereignis bringt Dein Leben und Dein Ichgefühl unter Umständen völlig durcheinander. 

Auch wenn sie nicht traumatischer Natur sind, deuten regelmäßige Albträume auf eine Angst hin, mit welcher man sich ernsthaft auseinandersetzen sollte. Unser Unterbewusstsein verschafft sich so Gehör.

Bereits Kinder können sehr anfällig für Albträume sein. Insbesondere im Alter zwischen 3 und 8 Jahren. Unsere emotionale Entwicklung kommt in diesem Alter an einen Punkt, an dem sie mit primitiven Emotionen wie Wut und Aggression klarkommen muss. 

Menschen mit Angststörungen können eine sogenannte „Nachtangst“ erleben. Diese ist im Grunde eine Panikattacke, die während des Schlafes auftritt.

Es ist oft schwierig, sich an solche Träume zu erinnern, da sie häufig beängstigende Bilder mit sich bringen, die wir so schnell wie möglich wieder vergessen wollen. 

Psychologisch gesehen sind Albträume graphische Abbildungen von rohen, primitiven Emotionen wie Aggressionen und Wut, die noch nicht vom bewussten Verstand wahrgenommen wurden. So begegnen wir diesen „hässlichen“ Aspekten unseres Unterbewusstseins im Schlaf in Form von angsteinflößenden Bildern.

Edgar Cayce ging davon aus, dass Albträume auch einen physiologischen Hintergrund haben können. Er war der Überzeugung, dass Albträume ein Hinweis auf falsche Ernährung sein können. 

Im Folgenden unterbreiten wir Dir ein Hilfsmittel, das dabei helfen kann, sich von wiederkehrenden Albträumen zu befreien. Der Gedanke dieses Hilfsmittels ist, dieses jede Nacht einzusetzen, bis der Albtraum dauerhaft aufhört. 

  1. Schreibe den Albtraum detailliert auf. Erzähle die ganze Geschichte. Es spielt keine Rolle, wie angsteinflößend diese ist, schreibe jedes Detail auf, an das Du Dich erinnerst. 
  2. Erfinde einen neuen Schluss zu Deinem Albtraum und schrieb diesen auf. Achte darauf, dass neue Ende sehr friedlich zu gestalten. Denke daran, dass der Albtraum aus rohen Emotionen, die durch ein Trauma hervorgerufen wurden, entstanden ist. Der Sinn des neuen Schlusses ist es, diese Emotionen zu beruhigen. 
  3. Gehe diesen neuen Schluss jeden Abend so kurz wie möglich vor dem Einschlafen genau durch. Es sollte keine anderen Aktivitäten zwischen dem Einschlafen und dem Einstudieren des Schlusses liegen, außer Folgende:
  4. Absolviere eine Entspannungsübung welche für Dich gut funktioniert. Dies kann eine Meditation, Yoga oder eine Atemübung sein. Was immer Dir beliebt. Führe diese unmittelbar nach der „Probe“ des neuen Schlusses durch. 

Wiederkehrende Träume

Wiederkehrende Träume kommen in verschiedenen Variationen immer wieder vor. Sie können positiv sein, aber in aller Regel haben sie einen albtraumartigen Inhalt. Träume können immer wieder kommen, wenn das ihnen zu Grunde liegende Problem nicht gelöst oder ignoriert wird. Wenn man die Bedeutung des Traumes erkannt und die Erkenntnis umgesetzt hat, wird der Traum verschwinden.

Heilende Träume

Heilende Träume dienen als Nachrichten für den Träumenden in Bezug auf Ihre Gesundheit. Traumexperten gehen davon aus, dass Träume uns dabei helfen können, gesundheitlichen Problemen vorzubeugen und uns zu heilen, wenn wir krank sind. Unser Körper hat die Fähigkeit, durch Träume mit uns zu kommunizieren und anzuzeigen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Dies, lange bevor Symptome auftreten. So ist es oft ratsam, nach spezifischen Träumen einen Arzt oder Zahnarzt aufzusuchen.

Prophezeiende Träume

Prophezeiende Träume scheinen die Zukunft vorauszusagen. Eine Theorie, welche dieses Phänomen versucht zu erklären ist diese, dass unser Verstand im Traum die Fähigkeit hat, kleine Teile von Informationen und

Beobachtungen zusammenzusetzen, die wir im Wachzustand übersehen. So hat unser Unterbewusstsein einen Vorsprung auf unseren Versand und sieht eher, was auf uns zukommen könnte.

Signalisierende Träume

Signalisierende Träume helfen uns Probleme zu lösen oder Entscheidungen zu treffen.

Epische Träume

Epische Träume sind so unglaublich, überwältigend und lebendig, dass man diese nicht ignorieren kann. Diese Träume bleiben uns für Jahre in solch klarer Erinnerung als seien sie gestern gewesen. Diese Träume sind oft unbeschreiblich schön und beinhalten archetypische Symbolik. Beim Aufwachen aus einem derartigen Traum ist man sich bewusst, etwas ganz Außergewöhnliches über sich selbst oder die Welt erfahren zu haben. Es fühlt sich an wie ein großes Ereignis, welches Dein Leben verändern wird.

Beunruhigende Träume

Beunruhigende Träume sind nicht mit Albträumen zu verwechseln. Sie lösen bei Dir jedoch sicherlich Fragen aus, was Dein Unterbewusstsein Dir nur zu sagen versucht. Die Träume sind in aller Regel als ein Ratschlag zu deuten. Möglicherweise betrügst Du Dich mit etwas selbst, vergisst etwas Wichtiges oder schöpfst Dein Potential nicht aus. 

Beispielsweise können Menschen während einem Karrierewechsel davon träumen in der Schule zu sein und das Klassenzimmer nicht zu finden. Oder sie finden sich an einer Abschlussprüfung wieder, wenn ihnen einfällt, dass sie das ganze Jahr über vergessen haben, am Unterricht teilzunehmen. Das Gefühl von Panik, das dann auftreten kann, hängt mit dem aktuellen Gefühl zusammen, dass der Karrierewechsel mit sich bringt. 

Der Traum kann auch eine Mahnung aufgrund eines Schuldgefühls sein. Wenn Du beispielsweise Deinen Arbeitgeber bestiehlst können plötzlich Träume auftreten, in denen in Dein Haus eingebrochen wird.

Träume können auch lediglich eine Schilderung dessen sein, was wir anderen an Verletzung zufügen. Oft ist das der Fall in Träumen von Kindern. Wenn diese wütend auf ihre Eltern sind, dies aufgrund mangelnder kognitiver Fähigkeiten aber noch nicht ausdrücken können. So wendet sich die Wut im Traum gegen das Kind selbst.

Der Traum kann auch eine Vorahnung bezüglich eines bevorstehenden Ereignisses sein. Dies ist aber sehr selten und passiert nur sehr wenigen Menschen. 

Wenn Du in einem beunruhigenden Traum wirklich keine brauchbaren Hinweise findest, solltest Du ihn einfach ignorieren. Oft sind sie sehr kompliziert. Auf keinen Fall solltest Du Dich bis ins wahre Leben von ihnen beunruhigen lassen.

Warum träumen wir?

Du magst Dich fragen, was in unserem Gehirn vorgeht, während wir träumen. Das Gehirn wird den ganzen Tag über von verschiedensten Einflüssen stimuliert. Es erhält viel zu viele Eindrücke, um diese alle verarbeiten zu können. So werden diese Eindrücke priorisiert und nur diese, welche unmittelbare Handlung erfordern, gelangen in Dein Bewusstsein (z. B. das schreiende Baby, der Fußgänger, der den Zebrastreifen betritt, ein Auftrag des Chefs).

Die Einflüsse, welche nicht direkt ins Bewusstsein gelangen, werden dennoch auf einer unbewussten Ebene aufgenommen (z. B. der tropfende Wasserhahn, eine Bemerkung eines Mitarbeiters während Du am Telefon warst).

Außerdem wirst Du den ganzen Tag über mit Emotionen konfrontiert. Einige von diesen nimmst Du an und reagierst darauf (z. B. lächelst und bedankst Dich, wenn Du ein Kompliment erhältst.) Die meisten davon unterdrückst Du jedoch zuerst (z. B. schlägst Du Deinen Chef nicht ins Gesicht, wenn er Dir erzählt, dass der Report, an dem Du die ganze letzte Woche gearbeitet hast, nicht mehr benötigt wird).

Es gibt auch traumatische Ereignisse, denen Du gegenübertrittst (z.B. rufst Du die Polizei). Jedoch auch solche, die zu schmerzhaft sind und die Du deshalb verdrängst und so tief im Unterbewusstsein verstaust.

Zusätzlich zu all diesen Berieselungen, denen Dein Gehirn täglich ausgesetzt ist, hält es Deine Körperfunktionen in Gang. Es steuert die Atmung, die Muskelfunktionen, die Funktion der Organe und erinnert sich an Fakten, Namen und Gesichter, welche Du abrufst.

Dein Gehirn hat also einiges zu tun. Nachts, wenn der Körper dann schläft und sich erholt, arbeitet das Gehirn weiter. Wenn es keine Briefe mehr schreiben und Lebensmittel mehr einkaufen muss, beginnt es damit, all die anderen Einflüsse zu verarbeiten.

Dieses Verarbeiten geschieht, während wir schlafen. Da Du nicht wach bist und nicht bewusst sehen, fühlen oder riechen kannst, muss das Gehirn andere Möglichkeiten suchen, um die Informationen zurück ins Bewusstsein zu holen: Durch Träume.

Dies ist grundsätzlich ein sehr intelligentes System. Wenn Du Dich jedoch nicht an Deine Träume erinnerst und den Sinn darin suchst, lässt Du unzählige Möglichkeiten aus, mehr über Dich selbst zu erfahren und über das Leben zu lernen. 

Warum sollst Du Dich an Deine Träume erinnern?

Wir haben es vorhin kurz erwähnt, aber da es sehr wichtig ist, gehen wir hier nochmals vertieft darauf ein.

Dein träumender Verstand hat Zugang zu Informationen, die im Wachzustand nicht zugänglich sind. In Deinen Träumen widerspiegeln sich verborgene Wünsche und unbewusste Gefühle. Wenn Du Dich also an die Träume erinnerst, wirst Du Hinweise auf eben diese finden. Sich damit auseinanderzusetzen führt zu einem besseren Selbstverständnis und Selbstheilung. Es ist eine Quelle von Inspiration, Weisheit und Freude.

Du musst nicht zwingend Deine Träume deuten, um Deine Probleme zu lösen. Aber ganz nach der Redensart „Der Tod kuriert das Rauchen“, kann Dir das Traumdeuten dabei helfen, Deine Probleme zu lösen, bevor es zu spät ist oder sie Dir über den Kopf wachsen.

Träume sind immer „wahr“ — nur wollen sie uns oft nicht das sagen, was wir auf den ersten Blick verstehen. Die Handlungen werden oft in Metaphern dargestellt und sind nicht wörtlich zu verstehen. Wenn eine Frau beispielsweise träumt, dass Ihr Mann eine außereheliche Affäre hat, wäre es falsch, dies tatsächlich so zu glauben. Es kann viel mehr ein Zeichen dafür sein, dass sie sich von Ihrem Ehemann betrogen fühlt. Nicht zwingend auf sexueller Ebene. Wenn sie dieses Gefühl erkennt, kann sie sich bewusst damit auseinandersetzen und sich fragen, woher es kommt und die Ursache für sich oder zusammen mit ihrem Mann bereinigen. 

In erster Linie wollen uns Träume immer etwas sagen: „Wach auf!“ Wie Du aus einem Traum aufwachen musst, um Dich bewusst damit auseinandersetzen zu können, sagt Dir der Traum: „Wach auf und erkenne die Wahrheit, die Du vor Dir und anderen verbergen willst.“

Wie es bei allem eine gute und schlechte Seite gibt, ist dies auch beim Traumdeuten so. Es kann sein, dass Du dabei auf Seiten an Dir stoßen kannst, die Du verabscheust, oder die Dir Angst machen. Es kann sein, dass Du feststellst, dass Du nicht (immer) Mr. oder Mrs. Perfect bist, wie Du es tagsüber lebst. Du kannst auch erkennen, dass Deine Kindheit nicht nur aus Eis, Rollschuhlaufen und Vergnügungsparks bestand. Es wird plötzlich Licht in dunkle Ecken geworfen und lange unterdrückte Gefühle kommen an die Oberfläche. Dies kann sehr beängstigend sein. 

Das Positive dabei ist jedoch, dass Du wirklich durch eine Metamorphose und eine seelische Läuterung gehen kannst um endlich DU SELBST zu werden. Das DU, für das zu sein Du auf die Welt gekommen bist. So wirst Du alles in allem echter und deshalb auch glücklicher.

Zu lernen, Dich an Träume zu erinnern, wird Dir helfen, kreativer und selbstbestimmter zu werden. Weil Du so Deine Gefühle an die Oberfläche lässt und Dich mit ihnen auseinandersetzt und auch Negativität Raum gibst, werden stressige Aspekte Deines Lebens nicht mehr unterdrückt, sondern verarbeitet. 

Das ist oft einfacher gesagt als getan. Fünf Minuten nach Ende des Traumes haben wir die Hälfte bereits wieder vergessen. Nach zehn Minuten bereits 90 %. Wenn man direkt nach der REM-Phase aufwacht, kann man sich besser an die Träume erinnern, als wenn man die ganze Nacht durchschläft. 

Nützliche Links:

www.paleoclub.de

www.onlineshopping4you.de

https://bit.ly/36QlN9i Intelligence Bundle

Dieses Blog Thema “Was sind Träume“ wird freundlicher weise vom Paleoclub/Blog

Zur Veröffentlichung bereit gestellt

© Copyright: 2022 Tom Ubon


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